Das OSI - Referenzmodell

Einleitung:
In den 80er Jahren gab es eine Vielzahl von Protokollen die eine Kommunikation zwischen einzelnen Netzen oder IT-Systemen erschwerten oder gar unmöglich machten. 1977 beschloß die Internationale Organisation für Standardisierung (ISO) Abhilfe zu schaffen, indem ein offener Kommunikationsstandard entwickelt wurde das OPEN-SYSTEM-INTERCONNECTION (OSI) Modell.
Das OSI-Referenzmodell beruht auf eine Unterteilung jeder Anwendung in eine Vielzahl von Funktionsschichten. Die Definition ergibt 7 Schichten, wobei Schicht 1-4 für transportorientiert und Schicht 5-7 für anwendungsorientiert steht.
Aufgaben der Schichten:
Schicht 1: Bitübertragungsschicht (Physical Layer)
- Mechanische, elektrische und funktionale Schnittstelle zum physikalischen Übertragungsmedium, wobei das Übertragungsmedium selbst kein Bestandteil der Schicht 1 ist.
Schicht 2: Sicherungsschicht (Data Link Layer)
- Punkt zu Punkt bzw. Punkt zu Mehrpunkt-Verbindungen für zuverlässigen Informationsaustausch, inkl. Prozeduren zur Fehlererkennung, Fehlerbehebung und Flusskontrolle.
Schicht 3: Netzwerkschicht (Network Layer)
- Vermittlung der Daten innerhalb des Netzwerkes unabhängig von der Netzwerktopologie und des benutzen Mediums.
Schicht 4: Transportschicht (Transport Layer)
- "Trennlinie" zwischen transportorientierten und kommunikationsorientierten Schichten; Sicherstellung der Kommunikation zwischen Endsystemen, Kontrolle der benötigten Qualitäten und ggf. Multiplexen von Verbindungen.
Schicht 5: Sitzungsschicht (Session Layer)
- Sicherstellung der Steuerungsmechanismen (z.B. Fehlverhalten, Synchronisation) für den Datenaustausch.
Schicht 6: Darstellungsschicht (Presentation Layer)
- Vereinbarung einer verbindlichen "Sprache" (Syntax) für die Kommunikationspartner, d.h. unabhängige Kodierung und Dekodierung der Anwendungsdaten.
Schicht 7: Anwendungsschicht (Application Layer)
- Dateitransfer, inkl. z.B. Ferneingabe von Daten (Remote Data Services), Fernsteuerung (Remote Operations), Verzeichnisdienste (Directory Services), und vorallem Möglichkeiten der Erweiterung (modularer Aufbau).
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Letzte Bearbeitung: 01 / 2006 - Bitte beachten Sie das Copyright und die Hinweise im Inhalt unter www.datahelp.de
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