Brücken

 

Brücken kamen in den frühen 1980ern auf den Markt. Bei ihrer Einführung konnten sie erst homogene Netzwerke verbinden und deren Datenpakete hin und her schicken. Heute ist das 'Bridging' zwischen verschiedenen Netzwerken definiert und standardisiert.

Brücken sind in der Hierarchie der Netzwerk-Koppelelemente die ersten Geräte, denen eine gewisse Intelligenz zuzusprechen ist. Dies ist aus drei Merkmalen ersichtlich:

  1. Brücken sind in der Lage, die Grenzen eines Netzwerkes hinsichtlich der Stationszahl und der Längenausdehnung zu erweitern. Jedes durch Brücken gekoppelte Netzwerksegment gilt als Subnetz und kann somit wieder die volle Längenausdehnung und Stationszahl gemäss des definierten Standards erhalten.
  2. Brücken können begrenzt Fehler erkennen und behandeln. Fehlerhafte Layer-2-Pakete werden erkannt und nicht, wie beim Repeater, transportiert, so dass sie weitere Segmente und Subnetze destruktiv 'überfluten', und somit lahm legen.
  3. Brücken begrenzen den lokalen Verkehr. Schickt eine Station ein Paket an eine Station des gleichen Subnetzes, transportiert die Brücke dieses Paket nicht. Dieses dritte Merkmal ist wohl das wichtigste, da es entscheidend zur Lastreduktion in großen Netzen beitragen kann.

Durch eine protokollmäßige Kopplung der Brücke auf dem OSI-Layer 2a (MAC-Ebene) wird  eine Unabhängigkeit vom physikalischen Übertragungsmedium erreicht.

Die Zentrale Information im OSI-Layer 2 ist die physikalische Adresse, auch MAC-Adresse genannt. Mit ihrer Hilfe wird der Datenstrom durch die Brücken gesteuert. Da die Adressen in allen IEEE- und ISO-Normen identisch strukturiert sind, lassen sich Brücken sehr flexibel einsetzen, auch zwischen Subnetzen verschiedenen Typs.

Brücken sind bekannt für ihr 'Plug-and-Play'-Verhalten, und für ihre Transparenz gegenüber höheren OSI-Layern. Das bedeutet, dass die Pakete der höheren Protokolle uninterpretiert von der Brücke weitergeleitet werden. Dies ermöglicht die sichere Verbindung verschiedener höherschichtiger Protokollwelten mit nur einem Koppelelement; und das ohne spezielle Konfiguration in den Endgeräten der angebundenen Subnetze.

 

 


 

Copyright ©    www.datahelp.de

Modifizierung oder Weitergabe an Dritte nur mit Einverständnis des Autors gestattet !