Router-Dienste

 

Die Grundaufgabe eines Routers besteht darin, eine Ende-Ende-Verbindung zwischen zwei Endgeräten herzustellen, die miteinander kommunizieren möchten. Router bilden die Schnittstelle zwischen den subnetzabhängigen Protokollen (Netzwerkinfrastruktur) und den hostabhängigen Protokollen (Anwendungen).

Folgende Basis-Dienste realisieren Router:

·        Ein Verfahren für die Clients (Stationen), sich dem Router gegenüber identifizieren zu können und umgekehrt (z.B. ARP).

·        Einen (Routing-) Algorithmus für nichtlokale Pakete, um den nächsten Router auszuwählen, der das Paket empfangen soll (z.B. RIP, OSPF).

·        Einen Header für Informationen wie Zieladresse der Endstation (Destinationaddress),  Zeitstempel (Life Time) Fragmentierung und Reassemblierung (z.B. IP-Header).

·        Erstellung und Unterhaltung einer Informationsdatenbank, die sog. Routingtabelle, die Informationen über Routen und deren Kosten sowie Anzahl Zwischenstationen (Hops; ein Hop ist der Durchlauf eines Paketes durch einen Router - begrenzte Anzahl - meist max. 16) und zusätzliche Transportbedingungen (z.B. Filter) enthält.

·        Auswertungssystem für hereinkommende Informationen zur Aufrechterhaltung der Datenbank (z.B. Receive und Send Update, auswerten von Managementinformationen und Routinginformationen, Delays, etc.).

·        Weiterleitung von administrativen Informationen an die anderen Router.

·        Berechnung und Aufrechterhaltung der erforderlichen Verbindungsstrecken. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob ein Paket weitergeleitet wird.

Ein Netz (auch bez. als Gesamtnetz) ist unterteilt in viele Subnetze (Unternetze), mit je einer bestimmten Anzahl von Endgeräten. Ein Router realisiert die Verbindung (Kopplung) zwischen Gesamtnetz und Subnetzen und wird daher auch als 'Intermediate System' (IS) bezeichnet. Ein Subnetz, in welchem alle Endsysteme eine gemeinsame Sprache reden (gleiches Ebene-3-Protokoll), stellt eine sog. 'Routing Domain' dar.

Es gibt drei Protokollelemente, die für die Kommunikation auf Ebene 3 zu unterscheiden sind:

1.     Das routbare Ebene-3-Protokoll (z.B. IP), welches das Paketformat und die Adressierung sowie die Kommunikation zwischen Endsystemen (ES) vorgibt,

2.     Das ES-IS-Protokoll (z.B. ARP), welches die Kommunikation zwischen Endsystem und Router regelt,

3.     Das Router-Router-Protokoll (Routingprotokoll), welches zwischen Routern abläuft und den dynamischen Aufbau der Wegwahltabellen ermöglicht (z.B. RIP).

 


 

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