Regeln für die Datensicherung
Es gibt prinzipiell zwei Ansätze für die Planung von Backup und Restore in Netzwerken.
1.) Wenn eine Backup-Lösung existiert, geht es darum die Performence vorherzusagen, um die Backup-Zeiten zu planen bzw.
2.) Soll erst eine Backup-Lösung (Gerät) angeschafft werden, so ist deren Dimensionierung zu planen.
In beiden Ansätzen sollten folgende Regeln Beachtung geschenkt werden:
- Es sollte ein vollständiger Lageplan der System(Backup)umgebung erstellt werden. D.h., Einbeziehung der Server, Clients, angeschlossenen Speichersystemen, Art und Menge der zu sichernden Daten, Geschwindigkeit der Netzwerksegmente, ggf. eigene Backupwege und –Leitungen etc.
- Datenmenge und Datentransportzeiten müssen ermittelt werden. Ist ein maximales Zeitfenster gegeben, lässt sich anhand der zu sichernden Datenmenge errechnen, mit welcher Übertragungsrate das Backup stattfinden muss. Evtl. kann hier schon eine Aussage zu den benötigten Bandlaufwerken oder anderen Backupspeichersystemen gemacht werden.
- Prioritäten müssen vergeben werden, um eine genaue Analyse der zu sichernden Daten vornehmen zu können. Welche Dateien sind überlebensnotwendig (z.B. Datenbank von Geschäftskunden) und welche weniger (z.B. Dateien die zum Betriebssystem gehören).
- Gruppierungen müssen eingerichtet werden, d.h., bei zu hohen zeitlichen oder leistungsintensiven Anforderungen muss die gesamte Datenmenge auf ggf. mehrere Backup-Server und/oder Bandlaufwerken aufgeteilt werden.
- Berechnungen für das Backup durchführen, d.h., an den vorstehenden Eckdaten lässt sich mit Hilfe von Formeln die Dauer des Backups sowie die Restoreprozedure errechnen. Zudem wird schlüssig welche Backupsysteme zum Einsatz kommen müssten. Und die weitere Art des Umganges mit den Bändern (z.B. Vorhaltezeit, Überprüfungsverfahren, etc.)
- Testen der Sicherungsumgebung und Auswertung der Backupverfahren mit Einbeziehung von wachsenden Datenaufkommen und Anleitungsverfahren für den Personenkreis einschl. Vertreter für die Durchführung von Backup und Restore.
Zeitfenster – hier ist das Backup-Zeitfenster für das Offline-Backup gemeint. Dies gewährleistet, dass alle zu sichernden Dateien geschlossen sind. Diese Methode ist die zuverlässigere als bei Online-Backup-Systemen (hier werden ggf. Dateien geschlossen und wieder gleichzeitig geöffnet und für die Nutzung freigegeben bzw. im Read-Modus bearbeitet).
Letzte Bearbeitung: 06.08.2002
Copyright © www.datahelp.de
Modifizierung oder Weitergabe an Dritte nur mit Einverständnis des Autors gestattet !