DNS
– Grundlagen und Überblick
Beim DNS (Domain Name System) handelt es sich grundsätzlich um ein weltweites Verzeichnis, in dem Computernamen und IP-Adressen aufgelistet und zugeordnet werden.
Hier wird häufig der Fehler der Gleichsetzung bzw. der Verwechselung zwischen DNS und DNS-Server vollzogen. Das DNS wird in RFC 1034 beschrieben und ist ein Internet-Protokoll. Durch dieses Protokoll steht ein Verzeichnisdienst zur Verfügung, der aus den DNS-Daten, den DNS-Servern und dem eigentlichen DNS-Protokoll besteht.
Die DNS-Server sind also nur die „ausführenden Organe“ eines Internet-Dienstes. Das meistverwendete Programm ist BIND unter UNIX bzw. Windows. Entwickelt wurde es bereit 1984, als das alte Prinzip der Umwandlung von IP-Adressen in Namen (über die Host-Datei) nicht mehr funktionierte. Die Anzahl der aufzulösenden Clients im Internet wurde zu groß.
Zu den großen Vorteilen von DNS gehört die hierarchisch und die verteilt aufgebaute Struktur des Dienstes. Durch diese Baumstruktur ist gewährleistet, dass jeder Knotenname auch wirklich weltweit eindeutig ist.

Die DNS-Rechnernamen bestehen nach den RFCs 952 und 1123 immer aus mehreren eindeutigen Teilen. Diese Teile werden jeweils durch ein Punkt getrennt. Alle Namen und die dazugehörige IP-Adresse werden in so genannten Domains verwaltet.
Die oberste Ebene (auch als „root“ benannt) wird als „Top Level Domain“ (TLD) bezeichnet, z.B.: .de, .com etc. Wobei innerhalb von TLD auch weitere Unterscheidungen vorgenommen werden, z.B. gTLD für generische etc. Die darunter liegenden Ebenen werden im allgemeinen als Subdomains bezeichnet.
Beispiel:
.de Top-Level-Domain
(First-Level-Domain)
datahelp
Second-Level-Domain (z.B. datahelp.de)
shop Third-Level-Domain
(z.B. shop.datahelp.de) u.s.w.
Zu den weiteren großen Vorteilen beim Einsatz von DNS zählt die Möglichkeit, durch die Verwendung des Protokolls die E-Mail-Server innerhalb einer Domäne aufzufinden. In den so genannten Zonendateien der DNS-Server kann ein Datensatz (MX-Eintrag; Mail-Exchange) integriert werden, der Name und Adresse des zuständigen E-Mail-Servers enthält.
Die DNS-Server können mittels einfachen Programmen (z.B. nslookup in der DOS-Box) abgefragt werden. Im Beispiel wird mit „ipconfig“ die zugewiesenen Adressen erfragt und an „nslookup“ übergeben. Dann wird der Name www.microsoft.de und die dazugehörige IP-Adresse abgefragt. In der Fachsprache heißt das Rückwertsauflösung: IP-Adresse => DNS-Name bzw. DNS-Name => IP-Adresse gleich Vorwärtsauflösung.

DNS-Verfahren zur Namensauflösung
Dieser Artikel beschreibt die drei Verfahren
(autoritativ, iterativ, rekursiv) zur DNS-Auflösung.
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Letzte Bearbeitung: 09 / 2002 - Bitte beachten Sie das Copyright und die Hinweise im Inhalt unter www.datahelp.de
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