Anforderungen von Virenscanner-Software
Da wir in vielen Artikeln auf Virenscanner verweisen und deren Einsatz heute als unabwegig ansehen, hier mal einige Mindestanforderungen für Virenscanner-Software:
Automatischer Systemstart (Virusschild):
Die Virenscanner-Software sollte nach der Installation und nach jedem Systemstart den Speicher, den Bootsektor, und den MBR (Master-Boot-Sektor) scannen. Danach sind Systemdateien, Programme und Anwenderdaten von Bedeutung, wobei hier es mehrere Varianten gibt, z.B. beim Zugriff auf eine Datei vor dem eigentlichen öffnen dieser, scannen im Leerlaufprozess (im Hintergrund) des Rechners nach Verzeichnisstruktur etc., auch bez. als Online-Scan.
Festlegen des Scan-Umfanges:
Optionen zum Umfang des Scan (Verzeichnisstruktur, Programme, Dateien) sollten einstellbar sein. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Ausnahmeregeln definiert werden können (einzelne Dateien, Programme etc.)
Automatisches Update der Signatur (Virendefinitionsdatei / Virenmuster):
Da sich Viren verändern, neue hinzukommen, ist ein Update der Signatur-Datei sehr wichtig. Aktualität ist oberstes Prinzip! Manuelle und Automatische Einstellmöglichkeiten sollten vorhanden sein, wobei darauf zu achten ist das nicht nur ein Server im Internet die Signaturdateien speichert! Vor allem bei Firmen ist ein Update-Server ein sinnvoller Einsatz. Die Frage nach der Häufigkeit des Updates hängt vom Einsatz der Computer (täglich werden neue Programme installiert bzw. täglich ist ein Internet-Einwahl vorhanden etc.) ab. Richtgrößen sollte für Firmen mind. täglich besser alle 2 Stunden und für Privatanwender mind. alle 14 Tage besser jeden 3 Tag sein.
Dateireparatur / Isolierung:
Eine Reparaturfunktion sollte vor allem im Firmeneinsatz beim Scanner bestehen. Mindestens ist eine Isolierfunktion anzuwenden, z.B. für Beweissicherungsmaßnahmen etc.
Manuelles Scannen:
Eine manuelle Scan-Funktion ist sehr wichtig. Beispiel für den Einsatz: Austausch von Datenträgern (Diskette).
Logdateien:
Alle Aktivitäten der Software, wie z.B. Beginn und Ende des Scanvorganges, Isolierung, Reparatur etc. sollten in einer Logdatei protokolliert werden.
Remote Konfiguration:
Der Administrator sollte von der „Ferne“ obige Punkte einstellen können und Richtlinien für den User erstellen (siehe hierzu die Artikel im Inhalt auf www.datahelp.de)
Aktivitätenplaner:
Durch diese Integration ist es möglich sog. Offline-Scans durchzuführen, z.B. bei DVD/CD-Laufwerken, Tape-Laufwerken etc. Auch in der Mittagspause / Nachts sind solche Planer sehr nützlich.
Impfen des Bootsektors:
Der Schutz des Bootsektors sollte vorgenommen werden. Hierdurch wird erreicht, dass der Bootsektor der Festplatte nicht mehr mit sog. Bootviren infiziert werden kann. (Diese Funktion wird auch von vielen BIOS-Chips des Motherboards angeboten)
Virenlexikon:
Eine integrierte Datenbank mit Erläuterung zu Computerviren und deren Funktionsweise (mit ggf. Gegenmaßnahmen) ist eine nützliche Zusatzfunktion – aber kein muss!
Benutzeroberfläche:
Nicht alle User können Englisch – eine deutschsprachige Benutzeroberfläche erleichtert das Handling.
Beispiel Viren-Scanner (manuelle Prüfung):
Beispiel Viren-Scanner (hier Symantec AntiVirus):
Beispiel Viren-Scanner (hier AntiVir PE):
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Letzte Bearbeitung: 07 / 2006 - Bitte beachten Sie das Copyright und die Hinweise im Inhalt unter www.datahelp.de
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